Posted by Martin Booker © 2008
Im Jahr 2008 blickt die Welt nach China. Die Olympischen Spiele rücken das aufstrebende Reich der Mitte in ein Rampenlicht, das im Moment von Dissidenten in Tibet öffentlichkeitswirksam genutzt wird. Doch auch die kleineren Aufstände von Bauern, die enormen Umweltzerstörungen und die prekäre Lage von Bürgerrechtlern rücken immer mehr in das Auge der Weltöffentlichkeit (wenn auch das eher provinziell orientierte deutsche Medienwesen hier nicht so aktiv ist).
Wie hält man ein riesiges Land wie China zusammen? Wie lässt sich verhindern, dass die Konflikte zu hoch kochen oder ganze Provinzen wegbrechen? Die BBC hat eine vierteilige Doku-Serie über China gedreht. Im ersten Teil untersucht sie Power an the People, bietet Einblicke in den Machtapparat der Partei und die Strategien, mit denen dieser versucht, das Land zusammenzuhalten. Wirtschaftliche Prosperität gehört dabei zu den wichtigsten Legitimitätsbeschaffern der Partei, und diese lässt sich offensichtlich am besten durch eine westliche Konsumindustrie erreichen: Lederjacken in Modeboutiquen, David Beckham auf Werbeplakaten, Weihnachtsmänner in den Straßen von Lhasa.
Die weiteren Folgen werden in den nächsten Tagen an dieser Stelle vorgestellt. Alle vier Folgen gibt es auf der Seite Free University in Internet – einer ausgezeichneten Sammlung von (meist englischsprachigen) Dokumentationen.
1 Std., English. Zu dem Video auf googlevideos geht es mit diesem Link.


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