von Stefan Spiess
Nur ein Schlaglicht am Rande: Michelle Obama studierte Soziologie und afroamerikanische Studien in Princeton und Jura in Harvard [Focus, FAZ]. Da bleibt zu Hoffen, dass die soziologische Weitsicht sie an der Seite ihres Mannes zu einer guten Beraterin macht. Ihre Vorgängerin studierte Erziehung und Bibliothekswissenschaften [WhiteHouse], da hätte sie doch eigentlich Inhalte beider Studiengänge an ihren Gatten herantragen können, oder?


Hmmm…Ypsilanti auch, oder? In Frankfurt studiert, wenn ich recht erinnere. Geholfen hat das auch nichts: dass Rationalität in Entscheidungsprozessen sich schwerlich aneinander anpassen lassen, hätte man wissen können.
Stefan – Danke für den Einwurf und JHP – Ypsilantis mangelndes politisches Gespür bei vorherigem Soziologiestudium lässt sich natürlich nicht wegdiskutieren.
Interessant wäre es herauszufinden, was Michelle in ihrem Studium eigentlich genau gemacht hat, wie sie davon geprägt wurde und wie sich dies vielleicht heute noch zeigt. Und ebenso Frau Ypsilanti. Vielleicht findet hierzu jemand informationen?
Bei der Gelegenheit fällt mir ein, daß wir etwa mit Jürgen Trittin auch einen prominenten Soziologen in der Politik haben – und der prominenteste Politologe, wenngleich nicht der ruhmreichste, ist ja dann Rudolf Scharping. Soviel zur Expertise kraft sozialwissenschaftlichem Studium. (Wobei ich sicher Trittin nicht mit Scharping oder Ypsilanti gleichsetzen möchte!)
Es fällt mir jedoch aus meinem unmittelbaren Umfeld jemand dazu ein, der seinen Willen zur Macht hin und wieder über die inhaltliche Reflektion seiner Aussagen triumphieren lässt. Handelt es sich da vielleicht um einen Verrat der Intellektuellen?
Außerdem: Fällt wohl schwer, als Soziologe alle Soziologen über einen Kamm zu scheren. Zumal: Waren die Amerikaner stilistisch nicht immer ein wenig anders aufgelegt als die Europäer?