“Wichtig is uffm Platz!” – diese Fußballerweisheit hat sich mittlerweile herumgesprochen. Wie jedoch machen sich Soziologen “uffm Platz”? Welche Fähigkeiten verkörpern sie, welche Stärken und Schwächen offenbaren sich? An dieser Stelle werden 11 ausgewählte Klassiker der Soziologie vorgestellt und ihre Eigenschaften auf das Fußballfeld übertragen. In der ersten Folge: Auguste Comte im Tor. Continue reading ‘Soziologen-Elf: Der “Titan” Auguste Comte als Torhüter’
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Soziologen-Elf: Der “Titan” Auguste Comte als Torhüter
Published 23. January 2009 Soziologie Fan-Shop , soziologischer Humor Leave a CommentTags: Auguste Comte, Fußball, Klassiker der Soziologie, Soziologen-Elf, Soziologen-Fußball, Soziologie, Soziologie-Fanshop, Torhüter
Soziologie-Fanshop erobert die WELT
Published 6. November 2008 Jahrestage , Soziologie Fan-Shop , soziologischer Humor Leave a CommentTags: Luhmann, Luhmann-Shirt, Soziologie, Soziologie-Fanartikel, Soziologie-Fanshop, WELT
von Martin Booker
Thomas Lindemann von der WELT hat gestern zum 10. Todestag von Niklas Luhmann einen sehr lesenswerten Artikel über den alten Meister veröffentlicht und dabei auf unseren netten kleinen Soziologie-Fanshop verwiesen. Wer sich die Print-Ausgabe angeschafft hat, dem blickte auf der ersten Seite des Feuilletons seitenfüllend ein attraktives Model in Luhmann-Shirt aus den herbstlichen Straßen Berlins entgegen:
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Was sagt die Soziologie zur Finanzkrise?
Published 21. October 2008 Soziologie in den Medien 1 CommentTags: Finanzkrise, Medien, Presse, Soziologie, Soziologie der Finanzkrise
von Martin Booker
Die Finanzkrise und ihre Auswirkungen bestimmen das öffentliche Bewusstsein wie kein anderes Thema seit 9/11. Ihr gehört seit Wochen die Seite Eins einer jeden Zeitung, sie bestimmt die Ängste und Sorgen der gesamten westlichen Welt. Plötzlich erscheint alles möglich: Island geht bankrott, andere Staaten drohen bankrott zu gehen, Banken gehen pleite oder werden teilverstaatlicht, Unsummen von Steuergeldern werden in die Märkte gepumpt, um sie wiederzubeleben. Jene Teile des Wirtschaftsbooms der letzten Jahre, die über Kredit finanziert wurden, müssen nun wieder in einem schmerzhaften Prozess abgetragen werden.
Was macht die Presse in diesen schweren Zeiten? Sie macht – wie ich finde – das einzig Richtige und wendet sich der Soziologie zu!
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Sizilien-Exkursion online – eine Neuvermessung der Mafia
Published 2. October 2008 Uncategorized Leave a CommentTags: Gesellschaft, Italien, Mafia, Politik, Sizilien, Sizilienexkursion, Soziologie
von Martin Booker
Gerade ist mir siedendheiß eingefallen, dass ich an dieser Stelle noch gar nicht auf unsere wunderbare Seite sizilienexkursion08.de verwiesen habe. Wie unsere älteren Stammleser wissen, fand im Februar diesen Jahres eine Exkursion des Instituts für Soziologie der Universität Regensburg nach Sizilien statt.
Unter der Leitung der Mafia-Expertin Dr. Anita Bestler besuchten wir diverse Gegner der Mafia, von dem Staatsanwalt Guido Lo Forte über den Bürgermeister Rosaria Crocetta bis hin zur verschiedenen privaten Initiativen wie Addiopizzo. Wir erfuhren so Einiges über den Umgang von Politik, Justiz, Wirtschaft und Gesellschaft mit dem Phänomen Mafia. Viele unserer Gesprächspartner sprachen gar von einem Ableben der alten Mafia und dem Entstehen einer neuen. Dieses Wissen und diese Informationen haben wir nun der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die Teilnehmer der Exkursion haben zu den einzelnen Besuchen jeweils einen Bericht geschrieben, die nun (und eigentlich schon seit Längerem) auf der Seite einsehbar sind.
Wer die Sizilien-Berichte der letzten Monaten auf homo sociologicus gemocht hat, wird diese Seite lieben! Einige kleine Baustellen gibt es noch, einige Fotos fehlen etwa noch oder sind nicht von bester Qualität – dies wird in den nächsten Tagen und Wochen ausgebessert. Absolut lesenswert sind die Seiten aber schon jetzt! http://sizilienexkursion08.de.
Web 2.0 – Enten und ihre Folgen
Published 30. September 2008 Politische Kultur , soziologischer Humor , Web-Soziologie 1 CommentTags: Demokratisierung, Gesellschaft, Information, Informationsgesellschaft, Medien, Soziologie, Web 2.0, Wikipedia, Wikipedia-Enten, Wissensgesellschaft
von Martin Booker
Das Web 2.0 revolutioniert die Welt! Millionen von Menschen vernetzen sich, schaffen mit Blogs ihr eigenes Nachrichtenportal, schreiben bei Wikipedia an Artikeln mit, nehmen an öffentlichen Diskursen teil, wie dies früher nie möglich war. Doch dieser Self-Made-Charakter des neuen Informationszeitalters, diese Demokratisierung des Wissens treibt auch seltsame, bisweilen skurrile Blüten. Continue reading ‘Web 2.0 – Enten und ihre Folgen’
Heute schon Kaffee getrunken?
Published 10. September 2008 Uncategorized Leave a CommentTags: Kaffee, Soziologie
Posted by Martin Booker
What’s in a cup? Was steckt in einer Tasse Kaffee? Mehr als man vermuten würde, wenn man genauer hinsieht – und mit dem soziologischen Blick! Denn neben der erfrischenden Wirkung des Koffeins, der Be- und Entwässerung des menschlichen Organismus und der Bildung von Nierensteinen verfügt der Kaffee über eine ausgesprochene soziale bzw. soziologische Komponente. Nicht zuletzt deshalb wurde das Thema einst auch zum Titelbild dieses Blogs.
Mehr zum Kaffee aus soziologischer Sicht auf dieser neuen Seite: café sociologicus.
Soziologischer Pressespiegel: Von Lottofeen, Strandnixen und anderen Kuriositäten
Published 22. August 2008 Soziologie in den Medien , Web-Soziologie Leave a CommentTags: Ehrenkodex, Lotto, Psychologie, Soziologie, Strand, Wikipedia
Posted by Martin Booker
Da ich in den letzten Tagen kaum zum Bloggen gekommen bin, hier nur ein kleiner Überblick über einige interessante Artikel dieser Woche und ein kleiner Ausflug in die Untiefen der Populärwissenschaften
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Call for Student Papers: Krieg und Frieden aus dem 360°-Blickwinkel
Published 22. August 2008 Uncategorized 1 CommentTags: 360°, Anthropologie, Architektur, Call for Papers, Ethnologie, Geographie, Geschichte, Informatik, Kommunikationswissenschaften, Kunstwissenschaften, Pädagogik, Philologien, Philosophie, Politikwissenschaft, Psychologie, Rechtswissenschaften, Soziologie, Sportwissenschaften, Theologie, Wirtschaftswissenschaften
Posted by Martin Booker
Welche/r ambitionierte Studierende leidet nicht unter dem Luftblasencharakter des Universitätsstudiums? Zwar hat man das Gefühl, mit guten und innovativen Arbeiten zu wichtigen Themen und Problemen eine durchaus sinn- und wertvolle Arbeit zu verrrichten. Doch die gesellschaftliche Einbindung dieser Arbeit bleibt aus, wenn die Aufsätze systematisch in den Schreibtischen der Institute verschwinden. Tausende von jungen Talenten bleiben über Jahre hinaus ungenutzt und dem reinen Selbstzweck überlassen. Continue reading ‘Call for Student Papers: Krieg und Frieden aus dem 360°-Blickwinkel’
Führen IWF-Kredite zu gehäuften Tuberkulose-Fällen?
Published 11. August 2008 Uncategorized 1 CommentTags: Blogosphäre, David Stuckler, IWF, Lawrence P. King, Medienkritik, Sanjay Basu, Soziologie, Tuberkulose
Posted by Martin Booker
Eine Studie der Universitäten Cambridge und Yale hat in Großbritannien und den USA Schlagzeilen gemacht, bei der verschlafenen deutschen Presse jedoch nicht. Dabei geht es doch um den Internationalen Währungsfond, in dem Deutschland mit einem Anteil von knapp 6 Prozent drittwichtigster Finanzier ist – es geht also nicht zuletzt um deutsche Steuergelder, und das müsste doch eigentlich die Leserschaften von Spiegel, ZEIT, WELT, FAZ oder SZ interessieren! Gerade hat meine Recherche allerdings ergeben, dass man unter den Suchwörtern “IWF Tuberkulose” bei keiner der genannten Medien einen einzigen Artikel findet. Continue reading ‘Führen IWF-Kredite zu gehäuften Tuberkulose-Fällen?’
Von Ganoven, Wilderern und Sozialisten
Published 24. July 2008 Politische Kultur , Soziologie in den Medien , soziologischer Humor Leave a CommentTags: Aristokraten, Claus Offe, Ganoven, Interview, Roland Girtler, Sozialisten, Soziologie, Wilderer
Posted by Martin Booker
Der Wiener Soziologie-Professor Roland Girtler ist in Deutschland vor allem durch sein Standardwerk “Methoden der qualitativen Sozialforschung. Anleitung zur Feldarbeit” bekannt. Viel weniger weiss man hierzulande von seinen Feldforschungen in der Wiener Rotlichtszene, seinen Arbeiten über Wilderer in Oberösterreich und seinen Ausführungen zu den Gemeinsamkeiten von Ganoven und Aristokraten. Hier in Regensburg bleibt einer seiner Gastvorträge vor vielen Jahren in Erinnerung, in dem er eine alte Jagdflinte auspackte und dem Auditorium das Arbeitsgerät eines Wilderers vorführte. Er hatte das Gewehr über die damals noch kontrollierte Grenze geschmuggelt. Seinen Status als Exzentriker unter den Soziologen unterstreicht Girtler in diesem wirklich amüsanten Interview mit Rachel Vogt von der schweizerischen Wochenzeitung. Ein kleiner Ausschnitt:
Wissens, ich war ja nie ordentlicher Professor, war nie Chef, ich war immer ein kleiner Typ, das war das Schönste, ich hatte viel mehr Freiheit. Aber es ist schon so: Dass ich Professor geworden bin, das ist mir bis heute ein Rätsel. Mir hat ein alter Wiener Jude einmal gesagt: Um was zu werden, braucht man drei Sachen: Sein, Schein und eine Menge Schwein: Man muss etwas können, aber man braucht auch Schmäh und Tricks, man muss ja nicht immer die volle Wahrheit sagen.
Mit großem Interesse habe ich heute Claus Offes Ansichten zum Erstarken der Linken in diesem Artikel in der FAZ gelesen. Offe fordert eine aktive Auseinandersetzung mit den Linken und warnt vor einer Verdrängung des Phänomens. Sein Fazit:
Es gibt also viele gute Gründe, die Linkspartei nicht zu wählen. Es gibt kaum Gründe, die Wähler der Linken moralisch zu attackieren (statt mit ihnen zu debattieren, nach Bedarf ihr Geschichtsbild zurechtzurücken und gegebenenfalls zu verhandeln).[...] Statt sich in Schmuddelkinder-Rhetorik zu üben, könnten die Aktivisten der DDR-Opposition vielleicht eine Rolle bei dem Versuch spielen, der Linkspartei bei ihrer bevorstehenden Programmbildung keinerlei Anleihen aus dem Instrumentenkasten des autoritären Staatssozialismus durchgehen zu lassen.
Hochschulausbildung: Was ist Exzellenz?
Published 22. July 2008 Uncategorized 1 CommentTags: Elite, Elitenausbildung, Eremitierung, Forschung, Lehre, Robert Hettlage, Ruhestand, Soziologie, Universität, Universität Regensburg
Zur Eremitierung von Prof. Dr. Dr. Robert Hettlage
von Martin Booker
Professor Hettlage hat nie viel Aufhebens um seine Person gemacht, für ihn stand und steht stets die Sache im Vordergrund. Daher soll an dieser Stelle weniger von ihm, sondern vielmehr von einer Sache die Rede sein, die man von ihm lernen konnte. Nur nebenbei sei erwähnt, dass Herr Hettlage Generationen von Studenten für die Soziologie gewonnen und zum soziologischen Denken inspiriert hat; dass er in seinen zahlreichen Publikationen Quantität stets mit Qualität zu vereinen wusste; und dass mit ihm ein von Studierenden und Mitarbeitern höchst geschätzter Lotse von Bord der Regenburger Soziologie geht, die nun im Sinken begriffen ist (aber das ist eine andere Geschichte).
Professor Hettlage hat nie den Elite- oder Exzellenzbegriff für sein Institut oder die Ausbildung an seinem Institut in Anspruch genommen. Dennoch habe ich nach den Jahren meines Studiums an der Universität Regensburg das Gefühl, zusammen mit all den anderen Kommilitonen bei Herrn Hettlage eine wirklich elitäre Förderung genossen zu haben.
Ich selbst habe an vier Universitäten studiert, von denen drei sehr wohl mit einem elitären Anspruch antraten. Die Universität Passau, an der ich einst mit dem Studium der Volkswirtschaftslehre mit kulturwirtschaftlichem Schwerpunkt antrat (dem sog. “kleinen KuWi”) rekrutiert(e) nur die Besten der Besten. Wer dort Kulturwirt studieren wollte, kam ohne die 1,0 im Abitur kaum an die Hochschule, nur etwas besser sah es in Betriebswirtschaft und Jura aus (Dass die “Besten” nicht unbedingt durch Abiturnoten gefunden werden können, und dass die Standards der einzelnen Bundesländer nicht vergleichbar sind, ist wiederum eine andere Geschichte).
Uns Studierenden wurde dort von Anfang an von einigen nicht ganz uneitlen Professoren vermittelt, dass wir zur Elite gehörten und etwas Besonderes seien. Dass die meisten Seminare aber hoffnungslos überfüllt waren und man sich teilweise um 5 Uhr morgens vor den Fakultätsbüros anstellen musste, um noch einen der 80 Plätze in einem Seminar zu ergattern, führte diese Rethorik ad absurdum (wie es heute in Passau aussieht, kann ich nicht beurteilen). Was das Passauer Elitekonzept noch ein bisschen rettete war die hohe Auslandsorientierung und für die Kulturwirte – wenn ich mich recht erinnere – ein obligatorisches Auslandsjahr.
Wer die Humboldt-Uni zu Berlin von innen gesehen hat, weiss, wie eine Elitenausbildung sicherlich nicht aussehen sollte. An der SoWi-Fakultät findet sich zwar ausgezeichnetes Lehr- und Forschungspersonal und auch von die dortigen Kommilitonen machten im Durchschnitt einen durchaus kompetenten Eindruck. Doch auch hier war und ist das Verhältnis von Lehrern zu Schülern nicht weniger als eine Katastrophe. Eine Beschränkung der Klassengrößen wurde teilweise aus ideologischen Gründen abgelehnt, nur einige wenige wagten diesen pragmatischen, für eine gute Ausbildung aber so notwendigen Schritt. Von der Bibliotheksausstattung der HU will ich an dieser Stelle gar nicht schreiben, ich habe keinen Kommilitonen getroffen, der nicht regelmäßig auf die benachbarte StaBi auswich.
Die University of Edinburgh, Station meines Erasmus-Jahres, hingegen erfüllte ihr Elite-Versprechen: kleine Klassengrößen, eine gute Betreuung, ein exzellentes Verhältnis von Lehrern zu Studierenden, eine Bibliothek, die wenig zu wünschen übrig ließ, eine wohl selektierte, internationale Studentenschaft, eine große Auswahl an Kursen, ein gut organisiertes Studentenleben… Ich könnte die Liste fortsetzen, müsste aber in jedem Falle mit dem Satz enden: Aber das ist Großbritannien und eine ihrer führenden Unis.
Wie ist eine hervorragende Ausbildung (nichts anderes – soviel dürfte bisher klar geworden sein – verstehe ich in diesem Artikel unter Elite) an einer durchschnittlichen Provinzuniversität in Deutschland mit begrenzten Mitteln möglich? Professor Hettlage hatte stets ein Merkmal, das ihn von allen anderen Lehrern hervorhob, denen ich begegnet bin: Er hatte stets Zeit für seine Studierenden. Wollte man Herrn Hettlage sprechen, so fragte man bei Frau Schubert, der Sekretärin und guten Seele des Instituts, um einen Termin. “Reicht Ihnen eine halbe Stunde oder wollen Sie lieber eine ganze?”, so die routinemäßige Nachfrage.
Die vielen Stunden, die ich und unzählige andere Studierende im Laufe der Jahre und Jahrzehnte mit Herrn Hettlage verbrachten, waren soziologischer Einzelunterricht, ein studienbegleitender Intensivkurs zu den Themen, die einen gerade beschäftigten. Herr Hettlage war stets ein wissensreicher und inspirierender Gesprächspartner, der zu den allermeisten Themen tatsächlich auch Wertvolles zu sagen hatte. Betreuung wurde so zur Intensivbetreuung, die Art der Förderung kann nicht anders denn als exzellent bezeichnet werden.
Wie bereits eingangs erwähnt, war Herr Hettlage trotz alledem stets ein fleißiger Publizist, und so fragt man sich dann auch, wo er diese Zeit eigentlich gefunden hat und wie er Beides unter einen Hut bringen konnte. Er wird dieses Geheimnis mit sich in seinen Ruhestand nehmen.
Elite bzw. eine exzellente Ausbildung hat viele Facetten. In diesem Artikel wurden einige erwähnt, weitere finden sich in den diversen Debatten um das Thema. Der Kontakt des Professors zu den Studierenden bzw. die Intensität und die Zeit, die er oder sie sich für Fachgespräche mit den Auszubildenden nimmt, werden jedoch nur selten zum Thema gemacht. Dennoch ist dies ein Faktor, den man – so denke ich – nicht überbewerten kann.
Warum sollten etwa Universitäten ihren leitenden Angestellten nicht vorschreiben können, dass sie z.B. acht Stunden pro Woche der Intensivbetreuung ihrer Schüler widmen müssen? Dies wäre mit Sicherheit eine enorme Stärkung der universitären Lehre und würde nicht zuletzt das Humboldt’sche Ideal der Einheit von Lehre und Forschung wiederbeleben (wenn auch die Gefahr nicht übersehen werden darf, dass dies auf Kosten der Forschung gehen könnte). Dass dies sehr wohl möglich ist und keineswegs Defizite an anderer Stelle hervorbringen muss, hat Herr Hettlage stets eindrucksvoll bewiesen. Dafür sei ihm an dieser Stelle nochmals herzlichst gedankt. Das gesamte Team von homo sociologicus wünscht Herrn Hettlage einen “Guten Rutsch” in den wohlverdienten Ruhestand und freut sich auf weitere soziologische und andere Gespräche, die mit Sicherheit nicht lange auf sich warten lassen werden.

